
Des einen Freud ist des anderen Leid - so verhält es sich bei dem beliebten Internet-Videoportal ‘YouTube’, das dem Otto-Normalverbraucher zwar zugutekommt, vielen Künstlern jedoch ins Handwerk pfuscht. Auch für die britische Trip-Hop-Band Massive Attack erwies sich das Portal als Ärgernis, da dort Lieder, die sie noch nicht veröffentlicht hatten, ungeplant auftauchten.
Das Duo - bestehend aus Robert ‘3D’ Del Naja und Grant ‘Daddy G’ Marshall - musste bei der Zusammenstellung ihres neuen Albums ‘Heligoland’ die Hälfte ihres Tonmaterials verwerfen, da es ohne ihre Zustimmung bereits auf YouTube hochgeladen worden war.
Del Naja dazu: “Wir haben einige neue Songs geschrieben, bevor wir 2008 auf Tournee gingen. Wir wollten einfach später zurückkommen und sie zusammenmischen. Aber wir wurden Opfer von YouTube-Veröffentlichungen. Alle hatten sie schon gehört, bevor sie überhaupt erscheinen konnten. Das schien einfach witzlos.”
Der Song ‘Saturday Come Slow’, für den die beiden Musiker mit Blur-Frontmann Damon Albarn kollaborierten, änderte laut Del Naja den Ton der neuen Platte. “Es änderte alles. Es hatte eine andere Art von Energie und eine andere Atmosphäre. Wir fingen an, alles aufs Einfachste zurück zu schrauben und es dann wieder aufzubauen”, erklärt der aus Bristol stammende Künstler. “Dieses Album hat ein sehr gemeinschaftliches Feeling. Die erste Version hatte das nicht. Nachdem wir zu Damon ins Studio gegangen sind, fing es an, sich abgerundeter anzufühlen.”
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