
Roman Polanski konnte sich mit den Schweizer Behörden auf eine Kaution einigen.
Der Starregisseur hat das Angebot von einer Kaution über 4,5 Millionen Franken, was fast drei Millionen Euro entspricht, akzeptiert und wurde aus der Auslieferungshaft entlassen. Der Filmemacher muss alle Ausweispapiere abgeben und wird im Ski-Ort nahe Gstaad unter Hausarrest gestellt. Dazu könne ihm auch eine elektronische Fessel angelegt werden. Das Schweizer Justizministerium erwägt allerdings, den Beschluss anzufechten, was bedeutet, dass Polanski hinter Gittern bleiben müsste.
Der 76-Jährige muss sich möglicherweise der Auslieferung an die USA stellen. In der Schweiz wurde er am 26. September festgenommen. Polanski wird vorgeworfen, vor mehr als 30 Jahren ein damals 13-jähriges Mädchen betrunken gemacht und missbraucht zu haben.
Ein Sprecher des Justizministerium, Folco Galli, sagte dazu: “Wir haben zehn Tage, um den Beschluss anzufechten und werden uns in Kürze entschließen.”
Galli sagte auch, dass sie das Urteil deshalb anfechten wollen, da von dem Regisseur ein “hohes Fluchtrisiko” ausgehe und er nach Paris zurückkehren könnte.
Die Richter in Genf berücksichtigten Berichten zufolge bei ihrer Entscheidungsfindung die Familienumständen Polanskis. Sein Anwalt, Herve Temime, sagte, dass seine Frau und die beiden Kinder momentan am meisten unter dem Fall leiden müssten. Er gab auch zu Protokoll, dass sie “psychologisch gesehen die Trennung von ihm nicht verkraften” können.
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