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John Travolta: Erpresser wurde von seinem Anwalt vorgewarnt

© John Travolta

Der Gerichtsprozess um die Erpressung von US-Schauspieler John Travolta spitzt sich zu. Neben dem Sanitäter Tarino Lightbourne steht die ehemalige Senatorin Pleasant Bridgewater auf den Bahamas vor der Anklage.

Gestern, 1. Oktober, sprach Travoltas Anwalt Michael McDermott vor dem Gericht in Nassau darüber, wie Bridgewater den Hollywood-Star im Namen von Lightbourne, der Travoltas 16-jährigen Sohn Jett kurz vor seinem Tod behandelte, um rund 20 Millionen Euro erpresst haben soll.

Travolta zufolge drohte Lightbourne ihm, ihm öffentlich die Schuld am Tod seines Sohnes zuzuschieben.

Am 12. Januar führte McDermott kurz nach der Geldforderung ein Telefongespräch mit Bridgewater, das der Anwalt im Gerichtssaal wie folgt wiedergab: “Ich sagte zu ihr: ‘Sie spielen ein gefährliches Spiel, Lady. Ich werde Ihren Forderungen nicht nachgeben. Ich werde mich an die Polizei wenden’”

Trotzallem zog Bridgewater ihr Ultimatum nicht zurück, drückte die geforderte Geldsumme allerdings auf 10,3 Millionen Euro herunter. Im Tausch dafür bot sie das Dokument an, dass Travolta im Januar unwissentlich am Tag der Familientragödie unterschrieben hatte. Weil er die Rettungssanitäter gebeten hatte, seinen Sohn für medizinische Behandlung in die USA zu transportieren, statt in ein örtliches Krankenhaus, ließ Lightbourne ihn ein Formular ausfüllen, das seine Verweigerung medizinischer Behandlung für seinen Sohn bestätigen soll.

McDermott behauptet nun, Bridgewater sagte, das Dokument sei wichtig, weil “Mr. Travolta sein Kind entweder vorsätzlich umgebracht oder vernachlässigt hat, und dieses Dokument ist Beweis dafür, dass Mr. Travolta versuchte der Jurisdiktion mit seinem toten Kind zu entkommen.”

Den Geschworenen erklärte McDermott: “Sie deutete an, dass das die endgültige Summe sei,

und sie auf das Geld warte. Ich sagte ihr, dass ich mich wieder bei ihr melden würde.”

Am Mittwoch, 30. September, erläuterte Travolta dem Gericht, wie Lightbourne ihm drohte, ihn der vorsätzlichen Tötung seines Sohnes zu beschuldigen, sollte er ihn nicht bezahlen.

Nachdem McDermott die Polizei des karibischen Inselreichs alarmiert hatte und diese in einer verdeckten Operation die Telefongespräche mit den Erpressern abhorchte, gab der Anwalt vor, dass sein Klient sich bereit erklärt habe, Lightbourne über vier Jahre hinweg im Tausch gegen das Dokument 6,8 Millionen Euro zu zahlen. Die Gespräche wurden aufgenommen und als Beweismittel an das Gericht geschickt.

McDermott zufolge, einigte sich das Verbrecherpärchen auf die Geldsumme. Bridgewater soll ihm dann eine E-Mail mit den Anweisungen zur elektronischen Überweisung des Geldes zugeschickt haben.

(C) BANG Media International

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