
Um seinen erheblichen Medikamentenkonsum verdeckt zu halten, soll Michael Jackson seine Bodyguards angeordnet haben, seine besorgten Geschwister nicht ins Haus zu lassen. Diese schafften es letztendlich jedoch sich Zugang zu verschaffen und ihren weltberühmten Bruder zu konfrontieren.
“Ich habe ihn nie unter Einfluss von Medikamenten gesehen”, schildert Tito Jackson, einer der Brüder des Superstars, der am 25. Juni im Alter von 50 Jahren an einem vermeintlichen Herzversagen starb. “Er nahm sie bewusst nur dann ein, wenn wir nicht in der Nähe waren. Er wollte nicht, dass seine Familie diesen Teil von ihm kennen lernt. Er tat fast alles, was in seiner Macht stand, um sicherzugehen, dass wir keine Ahnung davon hatten.”
Die Jacksons ahnten jedoch Böses und blieben nicht untätig: “Wir mussten handeln”, fährt Tito fort. “Ich, meine Schwestern Janet, Rebbie und La Toya, und meine Brüder Jackie und Randy, wir platzten in sein Haus und er war - gelinde gesagt - überrascht uns zu sehen. Wir gingen in einen seiner Privaträume und führten eine Diskussion mit ihm.”
Nicht ohne Tränen versuchten die Geschwister die Wahrheit aus Jackson herauszubekommen: “Wir fragten ihn ob das, was wir gehört hatten, stimmte, dass er Drogen nahm. Er dementierte es. Er meinte, wir würden überreagieren. Wir sprachen außerdem mit seinem Arzt und der versicherte uns, dass das nicht der Fall sei. Er sagte uns, dass er da sei, um sicherzugehen, dass Michael gesund sei.”
Am Ende herrschte nur noch Verwirrung: “Wir wussten nicht, was wir glauben sollten. Wir sprachen immer und immer wieder stundenlang darüber, aber wir konnten einfach nicht zu Michael durchdringen.”
Wiederholte Annährungsversuche der Familie schlugen fehl und der Popsänger wurde bald buchstäblich unerreichbar für sie.
“Nach diesem Vorfall versuchten wir es oft, aber sein Team ließ uns nicht an ihn heran”, verrät Tito im Gespräch mit der britischen Tageszeitung ‘Daily Mirror’. “Ich weiß nicht, ob sie einfach nur ihren Job machten, oder ob sie Teil einer Verschwörung waren. Ich weiß, dass Michael ihnen sagte: ‘Es ist mir egal wer es ist, lasst niemanden auf mein Grundstück, der vorher nicht angerufen hat.’ Bei unseren ersten Versuchen einzugreifen ließ uns sein Sicherheitsteam nicht auf sein Anwesen. Sie blockierten die Einfahrt nach Neverland mit anderen Fahrzeugen, damit wir nicht hineinfahren konnten. Ich fuhr zweimal hin und versuchte durchzukommen, bevor wir es dann endlich schafften.”
Tito Jackson wurde bereits 1993 auf den enormen Medikamentenkonsum des King of Pop aufmerksam, als dieser sich in einer Entzugsklinik in London befand, und bat Freunde ein wachsames Auge auf seinen Bruder zu werfen.
Er erinnert sich: “Ich sagte meinen Musikerfreunden, die in seiner Band spielten, immer wieder, dass sie auf meinen kleinen Bruder aufpassen und sichergehen sollten, dass es im gut geht.”
Über die letzte Ruhestätte der Pop-Ikone herrscht derweil noch Uneinigkeit: Tito und einige seiner Geschwister wünschen sich Michaels ehemaliges Heim, die Neverland Ranch, als Grabesstätte für ihren Bruder. Im Zuge dessen soll das kalifornische Anwesen in eine Touristenattraktion umgewandelt werden.
“Michael meinte, dass er nie wieder auf Neverland leben möchte”, enthüllt Tito dazu. “Er sagte, dass er zu Besuch kommen, feiern und sich amüsieren wolle, aber dort nie wieder als Bewohner leben würde.” Trotzdem ist er sich sicher: “Ich glaube jedoch, dass es der Ort ist, an dem er jetzt sein wollen würde, weil es sein Erbe ist. Ich glaube, er würde das alles teilen wollen. Wenn man auf Neverland ist, dann fühlt man dort einfach seinen Geist.”
Michael verließ die Neverland Ranch 2005, nachdem er vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden war.
(C) BANG Media InternationalÄhnliche Beiträge:




















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