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Emma Thompson beklagt das sittenstrenge England

© Emma Thompson

Ihr Land ist ihr zu kleinkariert: Emma Thompson klagt über die in England eingesessenen “viktorianischen” Wertvorstellungen in Sachen Mutterschaft.

Die ‘Last Chance Harvey’-Darstellerin hat selber zwei Kinder mit ihrem Ehemann Greg Wise und beschäftigt sich viel mit dem Thema Elternschaft. In ihre Augen liegt ihr Heimatland England weit hinter anderen Ländern zurück, wenn es um arbeitende Frauen geht, die eine Familie haben.

Dem News-Service ‘BANG Showbiz’ erklärt sie: “Es lastet natürlich ein besonderer Druck auf Frauen, aber ich denke, das ändert sich. Es hängt davon ab, wo in der Welt du lebst. Hier in England ist es im Vergleich zu Skandinavien beispielsweise nicht sehr gut - Mutterschaftsurlaub und alles ist so anders, sie haben viel mehr Ahnung davon, was Eltern und Kinder brauchen.”

In England sieht Thompson ein riesiges Defizit an Familien-Bewusstsein und betont: “Wir haben noch sehr viktorianische Prinzipien, das kann man sehen und fühlen.”

Trotz ihrer Sorgen ums Vaterland, geht es der Aktrice gut - nicht zuletzt, weil sie durch ihre Karriere eine bessere Mutter geworden ist.

“Es ist schwer, aber ich arbeite nicht sehr viel”, beschreibt die 50-Jährige ihre Doppelbelastung. “Das letzte Mal, das ich weg war, war bei ‘Stranger Than Fiction’ - drei Wochen 2004 und es war hart”, erinnert sich die schöne Blonde und verdeutlicht: “Ich denke nicht, dass eine von uns das ohne Schuldbewusstsein hinkriegt. Aber andererseits: Wenn wir als Frauen es nicht tun, sind wir nicht glücklich. Und wenn ich nicht glücklich bin, bin ich keine gute Mutter - man muss kreative Dinge tun.”

Wenn also die Karriere stimmt und die Familie, bleibt nur noch der Stress mit dem eigenen Körper. Thompson lästert immer wieder über Frauen, die sich Botox spritzen, um jünger auszusehen. Sie würde diese Damen gerne einer “Gehirnwäsche” unterziehen, damit sie sich selbst akzeptieren.

“Ich finde Botox ist ein unglaublicher Betrug an allem, voran ich glaube, und ich sehe keinen Sinn darin”, umreißt die Londonerin. “Ich bin 50 und denke mir: ‘Hey, warum kann ich nicht einfach nur 50 sein? Was ist so falsch daran?’”

Den Jugend-Wahn würde Thompson am liebsten mit drastischen Mitteln bekämpfen. Sie malt sich aus: “Ich wünsche mir, ich könnte jede Frau einer Gehirnwäsche unterziehen, damit sie sagt, es ist egal, wie du aussiehst.”

(C) BANG Media International

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