
Ein Querulant wie er im Buche steht: Oasis-Sänger Liam Gallagher will die Band lieber verlassen, als zuzusehen, wie sein Bruder Noel ein Solo-Album schreibt.
Der ‘Live Forever’-Interpret ist wütend über die Aussagen Noels, er wolle solo Musik machen, und schwört, dass er Oasis eher auflösen würde, als alleine auf eine Bühne zu gehen.
“Ich könnte es tun, aber ich will es nicht tun”, droht der Exzentriker mit einer Auflösung der Band und erklärt, warum er gegen jegliche Alleingänge ist: “Ich bin ein Teil von Oasis. Wenn jeder jetzt loszieht und Solo-Alben aufnimmt, können wir genauso gut die ganze verdammte Band auflösen.” Deswegen steht für Gallagher der Entschluss fest: Entweder zusammen oder gar nicht. “Ich bin ein Teil einer Band und so bleibt es”, stellt er klar. “Wenn jeder sein eigenes Ding macht, gibt es kein Oasis. Einer muss da sein und alles zusammen halten.”
Die beiden Brüder gönnen sich keine freie Minute in ihren Lästereien: Zuerst sagte Noel, das nächste Oasis-Album würde noch “fünf Jahre” dauern, weil sein Bruder so faul ist. Darauf antwortet Liam jetzt, das Schlimmste daran bei Oasis zu sein, wäre “in einer Band mit deinem verdammten Bruder” sein zu müssen.
In einem Interview enthüllte Noel kürzlich außerdem, dass er und der Rest von Oasis - Gem Archer, Andy Bell und Chris Sharrock - gerne auf Solo-Pfaden wandern wollen würden. Dass sein Bruder “völlig ausrasten” wird, hält den Engländer nicht von seinem Plan ab.
Um die öffentlichen Streitereien abzurunden, postet Noel regelmäßig im Internet, wie schlecht es um die Band steht. Während ihrer aktuellen Südamerika-Tour schreibt der Musiker auf seiner MySpace-Seite, dass die Zankereien innerhalb der Gruppe zum baldigen Aus führen könnten.
“Wir sprechen über schlechte Zeiten auf der Oasis-Tour. Schlechte Zeiten”, klagt er online. “Momentan sind wir ein führungsloses Schiff. Und vor uns am Horizont liegt ein massiver Sturm.”
Obwohl der Rocker damit rechnet, dass sich die miese Stimmung wieder legen wird, sieht er doch die Konzertreihe negativ beeinflusst.
Er unterstreicht: “Alles wäre egal, wären wir nicht in Südamerika! Wir füllen riesige Stadien und für meinen Geschmack steht ein bisschen zu viel schlechte Luft zwischen uns. Es ist wirklich eine Schande.”
(C) BANG Media International
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